Die Unruhe bleibt…

Flyer Demo

Als Reaktion auf die Räumung des besetzten Gelndes um die Unruh-Spedition am vergangenen Wochenende rufen wir zu einer Demonstration am Samstag, den 20. Oktober 2012 auf. Treffpunkt ist um 14 Uhr beim Theater am Leibnizplatz. Die Demonstration wird nicht angemeldet.


Am Freitag, den 12. Oktober 2012 besetzen mehrere Dutzend Menschen das Gelände rund um die Unruh-Spedition am Neustädter Güterbahnhof.
Dabei ist es den Besetzer_Innen nach eigenen Angaben gelungen, „für ca. fünf Stunden (…), das gesamte Areal der Kontrolle der Staatsmacht zu entziehen. Erst Wasserwerfer, Räumpanzer und SEK Beamte konnten die Aktion beenden. Insgesamt wurden 51 Personen in Gewahrsam genommen und 16 Verfahren wegen des Verdachts auf Landfriedensbruch, Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte und Gefangenenbefreiung eingeleitet.

Wir solidarisieren uns mit den Hausbesetzer_Innen und unterstützen das Anliegen und die Idee, ein „Autonomes Zentrum als aktiven Störfaktor gegen die Gesamtscheiße“ zu erkämpfen:
Hintergrund der Aktion war es, „einen politischen Konflikt um die Verteilung von Eigentum und den damit verbundenen Ungleichheiten öffentlich sichtbar zu machen“:
„Wenn Luxuswohnungen in der Überseestadt gebaut werden, Mietpreise steigen, jede freie Fläche in der Stadt möglichst profitabel verwertet wird und dem gegenüber ein akuter Wohnungsmangel, gerade an bezahlbarem Wohnraum, steht, gibt es keine Alternative zu der unmittelbaren Aneignung von Räumen, Häusern und Plätzen.
Auch wir verstehen Hausbesetzungen als eine von vielen Widerstandsformen gegen den kapitalistischen Normalzustand von Ausbeutung, Ungleichheit und Unterdrückung.

Wir brauchen mehr unkontrollierbare Orte, die „weder in das Konzept der etablierten Parteien, noch in die herrschende Ordnung an sich passen! „Es geht nicht nur darum Freiräume zu schaffen, in denen es möglich ist sich abseits der gesellschaftlichen Spielregeln vor der Realität zu verstecken – das Besetzen von Häusern ist ein Akt der Selbstermächtigung und als solcher legitimer Teil unseres Kampfes für Autonomie und Freiheit!

Stadt aneignen – selbstbestimmte Räume erkämpfen – staatliche Kontrolle unmöglich machen!

Freund_innen der Unruhe